Hypnosetherapie


Wieso überhaupt Hypnose?

Bestimmt wissen Sie aus eigener Erfahrung, dass

  • Lästige Angewohnheiten, die uns hartnäckig begleiten
  • Gefühle von denen wir regelrecht überschwemmt werden
  • Blockaden, die uns ausbremsen oder
  • Körperreaktionen, die nicht nachvollziehbar sind

weder durch Vernunft, Einsicht noch Willenskraft dauerhaft kontrollierbar sind.(*) Emotionen und Körperprozesse werden durch mentale 'Programme' reguliert. In diese haben sich 'Fehler' eingeschlichen, was zu emotionalen oder körperlichen Störungsbildern führt.

Vernunft und Wille können auf Dauer nicht gegensteuern, denn Gefühle und Körperreaktionen werden in erster Linie aus dem Unterbewusstsein gesteuert. Hypnose verschafft den direkten Zugang zum Unterbewusstsein. Das Wachbewusstsein tritt in den Hintergrund und der Zugang zum Unterbewusstsein wird geöffnet, so dass eine Art 'update' der betroffenen mentalen Programme durchgeführt werden kann. Dieses universelle Vorgehen erlaubt die Behandlung eines breiten Störungsspektrums.

 

Herkömmlichen psychologischen Methoden gelingt der direkte Zugang zum Unterbewusstsein nur gelegentlich und eher zufällig. Deshalb dauern herkömmliche Psychotherapien auch sehr lang und zeigen oft nur eingeschränkte Erfolge. Hypnosetherapie arbeitet direkt im Unterbewusstsein, dort wo belastende wie auch hilfreiche Gefühls- und Verhaltensmuster sowie alle Erinnerungen und Erfahrungen gespeichert sind.


(*) Das bewusste Denken und absichtsvolle Handeln ist relativ neu in der Entwicklungsgeschichte. Es hat überwiegend in der Großhirnrinde seinen Ursprung. Entwicklungsgeschichtlich sehr viel älter sind die automatisierten Körperreaktionen, Gefühle und Gewohnheiten, die im Zwischenhirn bzw. limbischen System angesiedelt sind. Zwischen beiden Systemen gibt es Verbindungen, jedoch sind die älteren Systeme wirkungsmächtiger. 


Medienbeiträge zur Hypnose

In den Medien existieren mittlerweile sehr gute Beiträge, weche Methodik und Anwendung der Hypnose ausführlich erklären. Schauen Sie sich dazu die Beiträge an.

Beitrag der ARD über Hypnose und Hypnosetherpie.

Prof. Dr. Walter Bongartz über die Besonderheiten der Therapie in Hypnose

Hypnosetherpie im Praxiseinsatz

Prof. Dr.  Dirk Revenstorf über die Risiken von Wochenend- und Hobby-Therapeuten



Wissenschaftliche Bestätigung

Hypnosetherapie ist wissenschaftlich vielfach bestätigt und hat längst Einzug in Forschung und Lehre an deutschen und internationalen Universitäten gehalten.

Eine vergleichende Studie des „Psychotherapy Journal of the American Psychiatric Association“ (2008) zur Wirksamkeit von Psychotherapie belegt:

  • Psychoanalyse zeigt bei durchschnittlich 600 Sitzungen 38% Erfolg
  • Verhaltenstherapie zeigt bei durchschnittlich 22 Sitzungen zu 72% Erfolg
  • Hypnosetherapie zeigt bei durchschnittlich 6 Sitzungen zu 93 % Erfolg

Wegen ihrer hohen Wirksamkeit ist sie in Deutschland von Ärzte- und Psychotherapeutenkammern anerkannt.


Methodenvielfalt innerhalb der Hypnosetherapie

Gemeinsamer Nenner aller Hypnosetherapieformen ist der, dass sich der Klient in Hypnose befindet. Das weitere Vorgehen, wenn der Klient in Hypnose ist, kann sich dann sehr unterscheiden:

  • Klassische Hypnose baut im Unterbewusstsein des Klienten Bilder, Gefühle und mentale Programme durch wiederholtes Suggerieren auf.
  • Die ressourcenorientierte (Ericksonsche) Hypnose sucht mit dem Klienten Zugang zu dessen unterbewussten Ressourcen, die Lösungserfahrungen und -kompetenzen aktivieren.
  • Systemische Hypnose bezieht das äußere soziale Umfeld und die inneren Persönlichkeitsanteile des Klienten mit ein. 
  • Die Ursachenorientierte oder Regressionshypnose deckt die Ursachen der Thematik auf und löst sie an der Wurzel auf.

Ich selbst bin in all diesen Verfahren ausgebildet. Die Auswahl des Vorgehens richtet sich nach Ihrer Persönlichkeit und der Themenstellung, in der Regel werden diese Methoden miteinander kombiniert.


Dauer

Die zur Behandlung notwendig Anzahl an Hypnose-Sitzungen ist nicht exakt vorherzusagen. Als Richtwert können Sie von 2 - 4 Sitzungen ausgehen.


Häufige Fragen zur Hypnosetherapie

Wer kann hypnotisiert werden?

Jeder Mensch kann hypnotisiert werden. Voraussetzung ist, sich auf die Anweisungen des Therapeuten einzulassen. Manchen gelingt es leichter, Vertrauen zu fassen und loszulassen, andere brauchen dazu etwas länger. In jedem Fall werden Sie in Hypnose gehen können, Ihre Bereitschaft dazu vorausgesetzt.

 

Wie fühlt sich Hypnose an?

In den meisten Fällen fühlt sich Hypnose nicht ‚besonders‘ an, eher wie ein entspanntes Dösen. Während der Hypnose tritt Ihr bewusstes, analytisches Denken in den Hintergrund, es ist aber nicht ausgeschaltet. Im Vordergrund steht dagegen Ihr emotionales Erleben. Der Effekt ist in etwa vergleichbar mit einem Kinobesuch: Sie wissen, dass Sie im Kino sitzen und nur einen Film schauen, und gleichzeitig tauchen Sie in die Gefühlswelt der Handlung ein.

 

Bin ich dem Hypnotiseur ausgeliefert?

Nein! Selbst bei tiefster Hypnose bleibt immer eine Art innere Wachsamkeit erhalten. Sie schützt Ihre Persönlichkeit vor ungewollter Einflussnahme oder Preisgabe persönlicher Angelegenheiten. Sollte einmal ein Gefühl von Ausfragen oder Manipulation aufkommen, würden Sie sich unwillkürlich sperren oder ganz aus der Hypnose geraten.

 

Kann es passieren, dass ich nicht mehr aus der Hypnose komme?

Nein! Das Aufwachen aus der Hypnose erleben Sie vergleichbar mit dem Erwachen aus einem Mittagsschlaf.  Es braucht manchmal einige Minuten zur Orientierung, dann sind Sie aber erholt, wach und uneingeschränkt leistungsfähig.

 

Kann ich mich an die Hypnose erinnern?

In aller Regel: Ja! Bei sehr tiefer Hypnose werden Sie etwas weniger, bei geringer Tiefe werden Sie annähernd alles bewusst erinnern. Typisch ist die verzerrte Zeitwahrnehmung, Sie werden die Hypnosesitzung als wesentlich kürzer wahrnehmen, als sie tatsächlich gedauert hat.

 

Wann sollte ich keine Hypnosesitzung machen?

Hypnosetherpie unterliegt kaum Einschränkungen. Sollten psychotische Erkrankungen oder schwere Persönlichkeitsstörungen vorliegen, empfehle ich Ihnen Hypnosetherapie nur im stationären Rahmen. Mit Klienten, die unter akutem Einfluss von Alkohol, Drogen oder psychoaktiven Substanzen stehen, führe ich keine Hypnose durch.

 

Weitere Fragen?

Nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf, am besten per Mail.