Systemische Therapie


'Systemisch' bedeutet, dass der Mensch nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil seiner sozialen Beziehungen verstanden wird. Das macht Sinn, denn als Menschen sind wir in Beziehungen eingebunden, Beziehungen die uns stärken, Sicherheit geben, bereichern und beflügeln können oder auch fordern, belasten, aussaugen und blockieren. Systemische Therapie arbeitet daran, diese Beziehungen aufzudecken, zu verändern, sich abzugrenzen oder sogar Beziehungen zu trennen, so dass Wohlbefinden und Entwicklung wieder möglich sind. 

Die Vorgehensweise ist wenig kopflastig, sondern zielt auf das Erleben ab. Die oft schwer in Worte zu fassenden Beziehungsthemen werden anschaulich gemacht und dadurch im wahren Wortsinn begreif- und veränderbar. 

 

Gerade Kinder und Jugendliche sind in ihrer Entwicklung maßgeblich von der familiären Umgebung, den Gleichaltrigenkontakten in Kita und Schule und den Umfeldeinflüssen von Wohnort und Jugendkultur beeinflusst. Psychologische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen muss dies immer berücksichtigen.

Aber auch in der Arbeit mit Erwachsenen können systemische Methoden notwendig und sehr effizient sein, insbesondere dann, wenn Einflüsse aus der Herkunftsfamilie, der Partnerschaft oder dem Arbeitsleben eine zentrale Rolle spielen.